Sanierung ist nicht sinnvoll möglich

Geöffnete Bodenplatte zeigt die Sandfüllung der Decke

Beschädigte Leitungen Schimmel an den WändenBilder aus dem inneren der Häuser

Eine Sanierung der bestehenden Häuser wäre natürlich grundsätzlich möglich. Sie wäre aber so teuer, dass die Mieten auf 14 Euro pro Quadratmeter steigen müssten, um die Kosten zu decken. Bezahlbares Wohnen wäre das nicht mehr!

Die Kosten sind so hoch, weil die Häuser schnell und billig gebaut wurden, entsprechend marode ist die Bausubstanz.Weil die Häuser so marode sind, werden sie von der Gewobau auch nicht länger vermietet. Bis auf zwei sind alle Mieterinnen und Mieter bereits in neuere Wohnungen umgezogen. Den Umzug hat selbstverständlich die Gewobau finanziert.

Mehrere Wände sind durchfeuchtet und schimmelig, das müsste aufwändig trockengelegt werden. Ebenso müssten sämtliche Elektro- und Wasserleitungen  komplett erneuert werden. Die Holzdecken mit Sandfüllung sind ebenfalls marode und müssten ersetzt werden. Die Holztreppenhäuser entsprechen nicht heutigen Brandschutzvorgaben.

Darüber hinaus haben die Häuser keine Zentralheizungen. In einigen Wohnungen gibt es Gas-Etagenheizungen, in vielen aber auch noch alte Ölöfen. Nicht alle Zimmer können damit geheizt werden. Warmwasser wird mit ineffizienten Boilern bereitet. Bei einer Sanierung müsste daher auch die Heizungsversorgung komplett neu gestaltet werden. Soll es künftig eine heute übliche zentrale Heizung und Warmwasserversorgung geben, müssten in allen Häusern die dafür notwendigen Leitungen zusätzlich verlegt werden.

Veränderungen der Wohnungsgrundrisse sind aus statischen Gründen (alle Wände sind tragend) nicht möglich. Viele der Zimmer sind aber sehr klein und sie entsprechen nicht heutigen Erwartungen. Eine statische Ertüchtigung wäre zudem extrem aufwändig und teuer. Die Statik verhindert auch einen Ausbau der Dachgeschosse oder eine Aufstockung, wie es die Bürgerinitiative gegen den Abriss vorschlägt.

Auch Barrierefreiheit kann nur eingeschränkt und zu hohen Kosten geschaffen werden: Aufzüge müssten außen angebaut werden, weil in den engen Treppenhäusern dafür kein Platz ist. Weil es sich um Hochpaterre-Wohnungen handelt, müsste dann aber auch das komplette Treppenhaus vorgesetzt werden, damit man vom Aufzug ebenerdig in die Wohnungen kommt. In den genannten 14 Euro Quadratmetermiete sind diese Kosten noch nicht enthalten, sie kämen hinzu, wenn man barrierefreie Wohnungen will.